Beginnende Essstörungen bei Teenagern erkennen 3.Juni.2010

Die zwölfjährige Tochter möchte plötzlich nicht mehr am Abendessen teilnehmen und verzichtet lieber darauf, oder der vierzehnjährige Sohn ist nur noch unterwegs, um von einer Sportart zur nächsten zu wechseln… Was ist davon zu halten? Viele Eltern fragen sich dann natürlich, ob mit dem Kind auch wirklich alles in Ordnung ist. Und gerade in diesem Teenager-Alter ist es nicht so einfach zu unterscheiden, ob dies ein typisches Teenie-Gehabe ist oder vielleicht doch schon der Beginn einer Essstörung. Einige Warnzeichen für beginnende Essstörungen bei Teenies sind dann vorhanden, wenn die Gedanken des Kindes nur noch rund ums Essen und die Figur kreisen. Oft findet sich das Kind viel zu dick, obwohl alle anderen dann ganz anders sehen. Auch wird immer sehr gerne und immer wieder an bestimmten Körperteilen herumgenörgelt. Auch das Essverhalten der Kinder ändert sich, ein spontanes und lustvolles Essen findet nicht mehr statt, sondern das Essen wird kontrolliert. Das Kind zählt Kalorien und unterteilt alle Lebensmittel in gute und schlechte. Vor der Pubertät sind solche Essstörungen zwar eher selten, aber im Teenager-Alter kann es schon öfter zu dieser Problematik kommen.
Allerdings entstehen solche Essstörungen nicht einfach mal so von heute auf morgen, viele Faktoren müssen zusammen kommen, damit es wirklich zu einer schlimmen Magersucht oder auch einer Bulimie kommt. Zwar ist es für die Eltern in dieser Zeit nicht wirklich einfach, ob es sich um pubertäres Verhalten oder wirklich um eine Essstörung handelt, aber wenn man wachsam ist und die Entwicklung des Kindes dementsprechend begleitet ist es schon möglich, eine solche Störung rechtzeitig erkennen zu können. Sollte man einen Verdacht haben ist es das Beste, zunächst das Kind darauf anzusprechen. Wenn das Kind allerdings massiv an Gewicht verliert sollte man unbedingt den Arzt aufsuchen, denn je eher eine solche Essstörung erkannt wird, desto einfacher und schneller kann sich auch wieder behoben werden. Wer bereits jahrelang in einer solchen Störung steckt braucht meistens auch viele Jahre, um wieder einigermaßen in ein relativ normales Essverhalten zurückzufinden.
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