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Gefährliche Schadstoffe im Kinderspielzeug

abgelegt im Archiv Dies&Das am 27.05.10

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© kodomut
Es kommt immer wieder vor, dass Eltern verunsichert werden durch Meldungen, die Kinderspielzeug betreffen. Immer öfter hört man davon, dass gefährliche Schadstoffe in Kinderspielzeug gefunden wurden. Spielzeugautos mit giftigem Blei, Weichmacher in den Puppen oder auch eine krebserregende Kohlenwasserstoffverbindung in Kunststoffspielfiguren - immer wieder entdeckt man im Spielwarenhandel belastetes Kinderspielzeug. Das Problem scheint darin zu liegen, dass es einfach zu wenige Kontrollen gibt. Es gibt laut der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen wohl nicht genug Personal, um auch einmal über Stichproben hinaus gehen zu können. Meist wird man erst tätig, wenn ein konkreter Verdacht auftaucht. Zum Verbraucherschutz wurde von der Europäischen Union das Schnellwarnsystem RAPEX ins Leben gerufen. Wird bei Kontrollen in Ländern der EU ein gefährliches Produkte gefunden, muss dies der RAPEX gemeldet werden. Und diese Listen werden jeden Freitag aktualisiert. Ein Blick auf eine solche Spielzeugliste macht vor dem Kauf von Spielzeug schon Sinn. Zwar gibt es auf Spielwaren Qualitätszeichen, die aber oft nicht sehr viel aussagen. Alle Spielwaren, die in der EU auf den Markt kommen, müssen das CE-Zeichen tragen. Dies sagt allerdings nur aus, dass der Hersteller erklärt, dass er sich an die Mindestanforderungen der europäischen Spielzeug-Richtlinie hält.

Allerdings überprüft das niemand. Wenn allerdings sogar dieses Zeichen fehlt, sollte man das Spielzeug auf gar keinen Fall kaufen. Besser sind da schon Produkte mit dem GS-Zeichen. Auf Antrag des Herstellers wird dieses Siegel von unabhängigen Prüfinstituten vergeben. Diese "Geprüfte Sicherheit" garantiert das Einhalten der EU-Richtlinie. Der TÜV Rheinland bestätigt mit dem Siegel "Proof", dass dieses Spielzeug sicher und auch schadstofffrei ist. Das Prüfzeichen "LGA tested Quality" bestätigt, dass noch zusätzlich die Funktion, Gebrauchseigenschaften und auch die Handhabung des Spielzeugs überprüft wurde. Oft sollte man sich aber einfach auf seine eigenen Sinne verlassen. Stark riechendes Spielzeug kann nicht gut sein, denn hier lösen sich offenbar Lösungsmittel aus dem Produkt. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte immer nur entsprechende Qualität kaufen und nicht beim Kinderspielzeug sparen.

Permalink: Gefährliche Schadstoffe im Kinderspielzeug

Tags: Schadstoffe  in  Kinderspielzeug,  Spielzeugliste,  Ce-Zeichen,  GS-Zeichen,  EU-Richtlinie,  LGA  tested  Quality 

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