Provokantes Teenie-Styling – wie geht man am besten damit um? 20.Mai.2010

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Wenn man sich heute einmal die Teenies anschaut, und das Styling und das Outfit, das heute wohl so angesagt ist, dann entsteht schnell das Gefühl, dass die jungen Menschen einfach nur eine Katastrophe tragen. Und das ist noch ein recht netter Begriff für die wilden Kombinationen, viel zu tief hängenden Jeans, T-Shirts die mehr zeigen als verhüllen und abgewetzte Hosenbünde. Und dazu kommen dann noch die ganzen Sprüche und wild glitzernde Details, die meistens nicht nur geschmackliche Grenzen überschreiten, sondern manchmal auch moralische. Aber so ist das nun einmal in dieser Lebensphase, und wenn wir uns einmal zurückerinnern, waren wir alle auch in unserer Jugend nicht anders. Gut, die Klamotten sahen etwas anders aus, aber auch unser Styling brachte unsere Eltern zum Wahnsinn. Kinder wollen sich in dieser Phase abgrenzen, sowohl von den Eltern, den Lehrern oder auch den spießigen Nachbarn. Und dieses provokante Teenie-Styling erfüllt dabei einen Zweck – diese Abgrenzung ist bereits auf den ersten Blick sichtbar. Grundsätzlich sollte sich jeder ja in seiner Kleidung wohlfühlen. Außerdem unterstreicht die Kleidung auch die Persönlichkeit. Das ist allerdings in der beginnenden Pubertät gar nicht so einfach, weil die meisten noch gar nicht wissen, wohin sie wollen.

Aus dieser Perspektive sind diese ganzen modischen Experimente ein sehr wichtiger Schritt. Das Austesten der Grenzen unseres Geschmacks in der Pubertät ist eine ganz normale Sache und zudem noch eine sehr notwendige Phase in der Persönlichkeitsentwicklung. Eltern sollten diese Phase am besten mit einer großen Portion an Gelassenheit ertragen. Man sollte mit den Kindern im Gespräch bleiben und Verbote weitestgehend unterlassen, da sie meistens sowieso nach hinten los gehen. Klare Grenzen sollte man nur setzen, wenn es um die Sauberkeit der Kleidung geht, und auch zu aufreizend sollte sie nicht sein. Alles andere sollte man akzeptieren, wenn auch manchmal mit Zähneknirschen, weil es uns nicht gefällt. Das muss es aber auch gar nicht. Man sollte sich immer vor Augen halten, dass es sich hier um eine Phase handelt, und das beste an solchen Phasen ist, dass sie auch wieder vorbeigehen.

Foto Quelle Marco Gomes

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